Lübbensteine
Die Steinchen eines Riesens
Ein Blick in die Vergangenheit auf dem St. Annenberg
Am Ortsausgang von Helmstedt in Richtung Königslutter erhebt sich der St. Annenberg, der als geschichtsträchtiger Ort gilt und einen weiten Blick auf den Dorm, Elm und Elz bietet. Dort liegen die Lübbensteine, das berühmteste archäologische Denkmal im Braunschweiger Land. Die Lübbensteine sind die südlichsten Großsteingräber Norddeutschlands und basieren auf einer frühen bäuerlichen Kultur, die sich vor Jahrtausenden in dieser Landschaft niederließ.
Die Megalithanlage der Trichterbecherkultur
Vermutlich wurden die Lübbensteine bereits zwischen 3.5000 und 3.000 v. Chr. von Siedlern der sogenannten Trichterbecherkultur errichtet. Diese Menschen nutzten große Steine aus Knollenquarzit, ein Gestein, das in dieser Region häufig vorkommt, da es in Verbindung zum Braunkohlevorkommen der Gegend steht. Die Großsteingräber dienten wahrscheinlich als gemeinsamer Bestattungsplatz für Siedlungsgemeinschaften und galten als heiliger Ort für Rituale. Zwar stammt die erste schriftliche Erwähnung aus dem Jahr 1439, doch die Geschichte der Großsteingräber reicht weit in die Vergangenheit zurück.
Ein Ort, der Geschichte lebendig hält
Heute sind die Lübbensteine nicht nur ein bedeutendes archäologisches Denkmal, sondern sie gelten auch als beliebtes Ausflugziel. Sowohl Geschichtsinteressierte als auch Naturfreunde können diese Anlage wertschätzen lernen. Der Platz auf dem St. Annenberg lädt sowohl zum Erkunden und Lernen ein als auch auch zum Verweilen und Genießen des weiten Blicks über die Landschaft.
Einer alten Sage nach sind die Lübbensteine nicht durch Zufall entstanden. Ein Riese war unterwegs nach Helmstedt und die Steine sind ihm aus der Tasche gefallen.