Von Historie zur Ausflugsregion
Bereits im 8. Jahrhundert wurde der Begriff Ostfalen erwähnt, sodass Ostfalens Wurzeln im Mittelalter liegen und die Region somit zu den alten Kulturlandschaften Mitteldeutschlands gehört. Zu jener Zeit begannen die Sachsenkriege unter Karl dem Großen und die Region wurde politisch und kulturell sichtbar. Flächenmäßig beschreibt Ostfalen einen weiten Bogen zwischen Harz und Heide sowie den Flusslandschaften von Weser, Elbe und Saale. Dieses historische Siedlungsgebiet umfasst heute Teile Niedersachsens und Sachsen-Anhalts und bildet einen Raum, der über Jahrhunderte gewachsen ist.
Zu Zeiten des Mittelalters konnte sich die Region in eine entscheide Rolle entwickeln. Durch den Einfluss Ostfalens konnten sich bedeutende Herrscher und Gestalter europäischer Geschichte von dort entstehen, darunter Heinrich I., Otto der Große, Otto III., Lothar von Süpplingenburg, Heinrich der Löwe und Gertrud von Haldensleben. Diese historische Tiefe prägt die Region bis heute und verleiht ihr eine besondere Identität.
Auch sprachlich trägt Ostfalen viel Ursprüngliches in sich. Die Entwicklung der hochdeutschen Schriftsprache, insbesondere im Zuge der preußischen Schulreformen und der sprachwissenschaftlichen Arbeiten des 19. Jahrhunderts, hinterließ hier ebenso Spuren wie regionale Eigenheiten im Klang und Ausdruck. Der typische ostfälische Tonfall steht für Direktheit, Klarheit und Authentizität, alles Eigenschaften, die auch das Selbstverständnis der Region widerspiegeln.
Geschichte, Sprache und Charakter. Die Ausflugsregion Ostfalen ist ein Stück Mitteldeutschland, in dem sich Altes noch erkennen lässt und Identität gelebt wird. Nicht älter als Franken, Bayern oder Schwaben, aber tief verwurzelt in der sächsischen Geschichte, deren Ursprünge bereits von römischen Quellen im 1. Jahrhundert nach Christus erwähnt werden. Bis heute sind die Herkunft, der Zusammenhalt und das kulturelle Erbe in der Ausflugsregion Ostfalen spürbar.